Bild: bergamotte.jpg
Bergamotte
Frisch, zitrisch und leicht blumig, mit bittersüßer, eleganter Zitrusnote.
Limonen (ca. 28–45 %), Linalylacetat (18–28 %), Linalool (4–20 %), γ-Terpinen (3–12 %) und β-Pinen (4–11 %). Bei FCF-Bergamotte ist der Gehalt an Bergapten stark reduziert.
Bergamotte verbindet eine helle, spritzige Zitrusnote mit einer weichen, fast lavendelartigen Facette. Dadurch wirkt sie weniger spitz als viele andere Zitrusöle und eignet sich hervorragend als verbindende Kopfnote zwischen frischen, floralen und holzigen Komponenten. In Raumdüften passt sie besonders gut zu Lavendel, Rose, Rosengeranie, Sandelholz und Ylang-Ylang. Die hier beschriebene FCF-Variante behält den charakteristischen Duft, ohne das für normales kaltgepresstes Bergamottöl typische Phototoxizitätsrisiko in gleichem Maß mitzubringen.
Für Diffusion, Raumduft, Parfümerie und frische Duftmischungen. Hier wird ausdrücklich die bergaptenfreie FCF-Variante beschrieben.
In der Aromatherapie wird Bergamotte vor allem als ausgleichend und stimmungsbezogen eingesetzt. Experimentelle und kleinere klinische Untersuchungen zu Citrus-Düften sind interessant, rechtfertigen aber keine allgemeine therapeutische Aussage.
Eliane Zimmermann beschreibt Bergamotte vor allem als aufmunternd-frischen Duft und ordnet sie seelisch stimmungsaufhellend ein. Auch WADI/Wabner führt sie als harmonisierend, entspannend und konzentrationsfördernd. Für die Website werden diese Angaben als aromatherapeutische bzw. duftbezogene Einordnung verstanden, nicht als Arzneimittelwirkung.
Typische Einsatzbereiche: aromatherapeutisch vor allem bei nervöser Anspannung, gedrückter Stimmung und als unterstützender Duft bei Konzentrationsphasen; in der Fachliteratur wird Bergamotte außerdem im Zusammenhang mit Herpes simplex und inhalativen Atemwegsanwendungen genannt.
Äußerlich: als niedrig dosierter Bestandteil eines Körper- oder Massageöls bei stressbedingter Anspannung. Für lokale Hautanwendungen nur verdünnt und bevorzugt als FCF-Qualität verwenden.
Inhalativ: Diffuser, Duftstein oder kurze trockene Inhalation eignen sich vor allem zur psychisch-emotionalen Begleitung. Eine medizinische Behandlung von Infektionen oder Atemwegserkrankungen wird dadurch nicht ersetzt.
Einordnung: Die Anwendung bei Stimmung und Stress ist überwiegend aromatherapeutisch bzw. klinisch begleitend beschrieben; antimikrobielle und respiratorische Aussagen beruhen je nach Fragestellung auf experimentellen Daten und älterer klinischer Literatur.
FCF-Bergamotte gilt im Unterschied zum unbehandelten kaltgepressten Öl als nicht phototoxisch. Wegen des hohen Limonenanteils sollte das Öl trotzdem vor Licht, Luft und Wärme geschützt werden, da Oxidationsprodukte die Haut sensibilisieren können.
Tisserand & Young (2014), S. 471–472; Clarke (2008), Kap. 7. Aromapraxis.de, Öl-Lexikon „Bergamotte“; WADI/Wabner, Produktprofil „Bergamotte bio“.








